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Allgemeines

  • Die Anforderungen der Bundesregierung an das Mautsystem in Deutschland sind hoch:

    Das Mautsystem muss

    • ein festgelegtes, mautpflichtiges Straßennetz (rund 13.000 Kilometer Bundesautobahnen und 38.000 Kilometer Bundesstraßen) erkennen und nur dort die Maut berechnen. Dieses Straßennetz muss jederzeit erweiterbar sein;
    • bei der Berechnung der Gebühren die CO₂-Emissionsklasse, die Schadstoffklasse wie auch die Achs- und Gewichtsklasse der Lkw berücksichtigen;
    • die technischen Voraussetzungen bieten, weitere Gebührenklassen, die zum Beispiel Zeitpunkt und Ort der Fahrt berücksichtigen, einzuführen;
    • ein „Freeflow-System“ sein, das die Maut ohne Stopp und Stau berechnet;
    • ein duales System sein, das mit einer automatischen und einer manuellen Einbuchungsvariante sicherstellt, dass alle Lkw-Fahrer*innen diskriminierungsfrei das mautpflichtige Straßennetz nutzen können;

    Zudem soll das Mautsystem die technischen Voraussetzungen aufweisen, um auch andere Systeme in Europa zu unterstützen.

    Mit einer automatischen Buchungsvariante auf der Basis der innovativen Technologien Global Positioning System (GPS) und Mobilfunk sowie einem manuellen System auf der Grundlage von App und Internet entspricht das Toll Collect-System allen diesen Anforderungen.

  • Das Mautsystem von Toll Collect berechnet und erhebt die Gebühren streckenabhängig, ohne den Verkehrsfluss zu beeinträchtigen.

    Es gibt zwei Möglichkeiten, Fahrten im Toll Collect-System zu buchen: automatisch über ein Fahrzeuggerät und manuell über eine App oder das Internet.

    Die automatische Einbuchung basiert auf einer Kombination aus Mobilfunk (GSM) und Satellitenortung (GNSS). Dabei ermittelt ein Fahrzeuggerät im Lkw-Cockpit (On-Board Unit, OBU) mit Hilfe von Satellitensignalen kontinuierlich die Position des Lkw und sendet sie an das Toll Collect-Rechenzentrum. Dort werden die Positionsdaten mit dem mautpflichtigen Streckennetz abgeglichen. Anhand der ebenfalls von der OBU gesendeten Fahrzeugmerkmale wird dann die Gebühr für die mautpflichtigen Strecken berechnet. Die Höhe der Maut richtet sich beispielsweise nach Gewicht und Schadstoffausstoß des Lkw.

    Die manuelle Einbuchung ähnelt dem Kauf einer Fahrkarte. In der Toll Collect-App oder auf der Toll Collect-Website müssen die relevanten Fahrzeugdaten sowie Start- und Zielort der Fahrt eingegeben werden. Auf dieser Basis berechnet das System die Route und bezieht dabei auch nicht mautpflichtige Strecken mit ein. Zusätzlich werden Sperrungen und Befahrbarkeitseinschränkungen berücksichtigt.

  • Der einfachste Weg zur Teilnahme am Mautsystem ist die automatische Einbuchung per Fahrzeuggerät im Lkw, der so genannten On-Board Unit (OBU). Registrieren Sie Ihr Unternehmen und Ihre Fahrzeuge dazu im Kunden-Portal von Toll Collect. Sie erhalten pro Lkw eine Registrierungsbestätigung. Wurden alle Fahrzeugdaten korrekt erfasst, können Sie mit einem von Toll Collect autorisierten Servicepartner einen Termin zum Einbau eines Fahrzeuggerätes vereinbaren.

    Weitere Informationen zur Einbuchung per OBU

    Die Alternative zum automatischen System ist die manuelle Einbuchung. Diese bietet sich vor allem für Lkw-Fahrer*innen und Transportunternehmen an, die nur selten in Deutschland unterwegs sind. Hierbei können Sie Ihre geplante Fahrtroute über die Toll Collect-App oder im Internet einbuchen. Für die Einbuchung ist keine vorherige Registrierung notwendig.

    Weitere Informationen:

  • Der schnellste und einfachste Weg ist die Online-Kundenregistrierung im Kunden-Portal. Innerhalb weniger Minuten ist der Registrierungsvorgang abgeschlossen. Sie können sofort alle Funktionen im Kunden-Portal, wie z.B. die Auflistung nicht abgerechneter Fahrten, nutzen.

  • Auf Basis der Zulassungsbescheinigung Teil I werden von außen nicht erkennbare mautrelevante Fahrzeugdaten, wie Schadstoffklasse, technisch zulässige Gesamtmasse und Antriebsart auf ihre Richtigkeit geprüft. Anhand dieser Informationen können Ausleitungen sowie behördliche Kontrollverfahren minimiert werden.

  • Toll Collect prüft ab Mitte April 2025 von außen nicht erkennbare mautrelevante Fahrzeugdaten, wie Schadstoffklasse, technisch zulässige Gesamtmasse und Antriebsart (Kraftstoffart/Energiequelle) auf ihre Richtigkeit.

    Dafür werden Sie bei der Fahrzeugregistrierung und Fahrzeugdatenänderung gebeten, die Zulassungsbescheinigung Teil I hochzuladen. Anschließend werden die Daten geprüft. Ist die Prüfung nicht erfolgreich, werden die Fahrzeugdaten als „nicht bestätigt“ gekennzeichnet. Toll Collect informiert Sie über das weitere Vorgehen.

    Fahrzeuge, die vor Mitte April 2025 registriert oder Fahrzeugdaten, die vor diesem Termin geändert wurden, bleiben ungeprüft. Im Kunden-Portal sind sie als „nicht bestätigt“ gekennzeichnet. Gerne können Sie eine Prüfung Ihrer Daten veranlassen. Rufen Sie das betroffene Fahrzeug im Kunden-Portal auf und gehen Sie auf „Fahrzeugdaten ändern“. Bitte laden Sie die Zulassungsbescheinigung Teil I hoch. Ihre Daten werden anschließend geprüft und Sie erhalten eine Rückmeldung von Toll Collect.

  • Wenn im Rahmen der Fahrzeugregistrierung oder Fahrzeugdatenänderung die Prüfung nicht bestätigt wurde, erhalten Sie eine E-Mail mit der Bitte Ihre Fahrzeugdaten innerhalb von 14 Tagen über eine Fahrzeugdatenänderung und das Hochladen eines entsprechenden Nachweises zu bestätigen und gegebenenfalls zu korrigieren. Mögliche Nachweise sind: Zulassungsbescheinigung Teil I, Customer Information File (CIF), Certificate of Conformity (CoC) oder CEMT-Genehmigung zur Übereinstimmung mit technischen und Sicherheitsanforderungen. Der Prüfungsstatus des Fahrzeuges wird im Kunden-Portal angezeigt.

    Bitte beachten Sie: Die automatische Mauterhebung über die On Board-Unit (OBU) setzt voraus, dass die Fahrzeugdaten eindeutig angegeben und mit entsprechendem Nachweis belegt werden. Sollte die Aktualisierung der Daten nicht innerhalb von 14 Tagen erfolgen, wird die OBU gesperrt. Nach erfolgreicher Verarbeitung Ihrer Fahrzeugdatenänderung erhalten Sie eine Bestätigung und die OBU wird, falls gesperrt, automatisch entsperrt.

  • Das Toll Collect-System ist so ausgelegt, dass es die technischen Voraussetzungen bietet, um auch andere Mautsysteme zu unterstützen. Eine Zusammenarbeit findet mit dem österreichischen Mautbetreiber ASFINAG statt. Melden Sie sich für den TOLL2GO-Service an. Dann brauchen Sie für die Mautentrichtung in Deutschland und Österreich nur noch ein Fahrzeuggerät - die Toll Collect On-Board Unit.

    TOLL2GO
  • Hat Ihre Zugmaschine eine technisch zulässige Gesamtmasse (tzGm) von mehr als 3,5 t, dann ist sie mautpflichtig. Bei 3,5 t oder weniger ist sie mautfrei.

  • Fahrzeugkombinationen sind mautpflichtig, wenn das Motorfahrzeug eine tzGm von mehr als 3,5 Tonnen hat.

    Für die Ermittlung der technisch zulässigen Gesamtmasse der Fahrzeugkombination werden die technisch zulässigen Gesamtmassen der Einzelfahrzeuge addiert.

    Bei der Gewichtsabfrage vor Fahrtbeginn muss die korrekte Gewichtsklasse für die Fahrzeugkombination an der OBU ausgewählt (≤3,5 t, >3,5-7,49, ≥ 7,5 – 11,99 t, ≥ 12 -18 t oder > 18 t) und mit OK bestätigt werden. Die technisch zulässige Gesamtmasse wird dabei in Auswahlschritten von 1,5 Tonnen eingestellt. Es kann keine Gewichtsklasse eingestellt werden, die kleiner ist, als die auf dem Fahrzeuggerät gespeicherte technisch zulässige Gesamtmasse. Nach Fahrtbeginn zeigt das Display der OBU dauerhaft die gewählte Gewichtsklasse an.

  • Fahrzeuge mit Partikelminderungsklasse (PMK) werden seit dem 1. Dezember 2023 nicht mehr in eine bessere Euro-Schadstoffklasse eingestuft.

    Fahrzeuge mit der Schadstoffklasse ‚Euro 2 + PMK 1‘ fallen jetzt in die Maut-Schadstoffklasse 2, nicht mehr in die Maut-Schadstoffklasse 3.

    Für Fahrzeuge mit der früheren Schadstoffklasse ‚Euro 3 + PMK 2‘ gilt die Maut-Schadstoffklasse 3, nicht mehr die Maut-Schadstoffklasse 4.

  • Die siebenstellige Kundennummer (früher: Benutzernummer) finden Sie zum Beispiel auf Ihrer Mautaufstellung in der rechten oberen Ecke und auf allen unseren Schreiben.

  • Unsere kostenfreie Rufnummer ist weltweit fast überall erreichbar. Nur wenige Länder und Provider unterstützen diesen Service nicht. In diesen Fällen wählen Sie bitte: +49 30 25291303. Für den Anruf entstehen Kosten, die sich aus den Konditionen Ihres Festnetz- oder Mobilfunk-Anbieters ergeben.

  • Die Schadstoffklasse eines in Deutschland oder im Ausland zugelassenen Lkw kann auf verschiedenen Wegen ermittelt und nachgewiesen werden. Detaillierte Informationen dazu enthält der Leitfaden zur Ermittlung der Schadstoffklassen des Bundesamts für Logistik und Mobilität. Sollten Sie zu den in der Broschüre gemachten Angaben weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte direkt an das Bundesamt für Logistik und Mobilität, Tel. +49 (0) 221-5776-0.

  • Bitte teilen Sie uns Veränderungen Ihrer Betriebs- und Fahrzeugdaten frühzeitig mit.

    Ihre Zahlungsweise können Sie im Kunden-Portal ändern. Die Änderung der Rechtsform Ihres Unternehmens teilen Sie uns bitte schriftlich mit. Die erforderlichen Formulare finden Sie im Download-Center.

    Download-Center

    Ihre Kontaktdaten, wie zum Beispiel: Adresse, Telefonnummer, Ansprechpartner und E-Mail-Adresse, können Sie im Kunden-Portal ändern. Darüber hinaus können Sie dort auch Fahrzeuge abmelden und folgende Fahrzeugdaten ändern: Kfz-Kennzeichen, Schadstoffklasse, Achszahl, Fahrzeugidentifikationsnummer, technisch zulässige Gesamtmasse und Zulassungsland.

    Kunden-Portal
  • Nach der erfolgreichen „Benutzerregistrierung“ erhalten Sie Ihre Master-PIN.

    Die Master-PIN dient zur Authentifizierung des registrierten Kunden. Sie benötigen diese bei telefonischen Kontakten mit dem Customer Service und zur Datenänderung.

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